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Tag 17 – Kvanne & Tag 18 – Stordal

Himmel Arsch und Zwirn (geht das als Begrüßung durch?)

Tag 17 – Kvanne

Dunkelster Tag in unserer Tour. Wetter Arsch, Laune Arsch…. Alles Arsch. Dennoch Kilometer geschrubbt. Irgendwie ging’s dann ja doch.

Belassen wir es dabei.

Reisedaten:
Start: 8:00 Uhr
Ende: 19:00 Uhr
Distanz: 540 km
Reisezeit: 09:00 Std.
Regen: 80%

Tag 18 – Stordal

Geilster Tag überhaupt… Start natürlich wie nicht anders zu erwarten Fähre und das bereits nach 2 Kilometer. Ja hamma gestern einfach nicht mehr übers Herz gebracht und die Auswahl der Campingplätze war auch irgendwie mehr Meehhh als Yeah.

Zusätzlich hab ich ziemlich bescheiden auf dieser Kackf…scheissdrecks Matratze geschlafen, obwohl ich meine ISO-Matte draufgelegt habe. Ich hätte einfach direkt auf dem Boden pennen sollen wäre gescheiter gewesen. Erfahrungen machen, daraus lernen, gelerntes umsetzen. Drei Phasen die ich heute beherzigen werde. Matratze vorm Pennen testen… dann alternativen direkt angehen. Wird somit meine nächste Beschäftigung sein.

Zurück zum Tag, erste Fähre direkt nach Abfahrt nimmt irgendwie den Drive aus der Sache. Die Straßen nach der Fähre gaben uns aber den vollen Drive zurück. Es war ein Segen. Bügel Bügel Bügel. Ziel? Aursjovegen Mountain Road. 55 km Schotter durch eine atemberaubende Landschaft. Wir hätten wirklich viele Bilder machen können, ich persönlich verzichte aber darauf und möchte mehr direkt sehen, weniger durch die Linse von meinem Handy. Einfach auf mich wirken lassen.
Das Schotter fahren an sich, wirklich ungewohnt. Besonders auf dem ersten Stück. Hier wurde neu aufgeschottert und es fühlt sich an wie auf rohen Eiern. Es wird für mich unvergesslich bleiben.
Ende der Mountain Road, eine Schranke… Jaha die Straße ist mautpflichtig habe ich vergessen zu erwähnen. 100 Kronen pro Moped. Nur mit Kreditkarte zu berappen.
Zurück zum Ende. Wir stehen an der Schranke, eigentlich sollte sich diese für Fahrzeuge automatisch öffnen. Pustekuchen! Stephan stand schon mehr in der Schranke als davor NIX. Also Rätselraten. Kein Knopf, kein Hinweis. Wir mittlerweile mein Moped links an der Schranke vorbei geschoben und dahinter abgestellt, kommt uns ein Herr entgegen und meint „Hallo könnt ihr mir vllt die Schranke bezahlen, ich gebe es euch gern in Bar“ Klar kein Thema zuerst packst aber da hinten am Moped an und ziehst. Richtig. Stephans Maschine. Zu zweit wäre es anstrengend geworden, mit der Hilfe kein Thema. Ich also um 100 Kronen reicher und meine Karte ärmer, der Typ auf dem Weg nach oben und wir beide Mopeds in Freiheit. Perfekt.
Noch eine geraucht und Schilderchen geguckt.

Kommt nen Tesla Model X angefahren, hält aber nicht auf die Schranke zu sondern bleibt bei uns stehen. Kurze Nachfrage von ihm ob wir Norweger sind, wir verneinen, peng fragt er ob er Fotos von uns machen darf. Hä? Jaja, für eine Zeitung er möchte einen Artikel über die Mountain Road schreiben. Jetzt im Nachhinein hoffe ich es ist ein positiver Artikel. Hatte in dem Moment nicht in die Richtung gedacht. Knips. Knips. Paar Fotos von uns mit den BMWs weit im Hintergrund. Adressdaten mitgeteilt. Wir kommen ins Fernsehen… ähm die Zeitung. Juhu. So bald ich was davon weiß werde ich das hier mitteilen.

Von der Mountain Road führte unser Weg zur Atlantikstraße. Ich habs mir eindrucksvoller vorgestellt und ja, ich hab kein Foto für euch und nein, ich hab noch nicht mal dort gehalten. Ich bin ja so ein Kulturverweigerer.

Noch eine Fähre und die Trollstigen rücken näher. Wir sind gut in der Zeit der Touristenalltag neigt sich dem Ende zu und wir sind voller Hoffnung das die Busse bereits durch sind. Die ersten Kehren gehen für mich noch etwas holprig, wer will’s mir verübeln bin ja schließlich nun fast 8000 km nur geradeaus gefahren. Auf halber Höhe haben wir eine Fotopause eingelegt, diese wandelte sich zur „Wir warten die 4 Busse ab die von oben kommen“-Pause. Die folgenden Kehren funktionierten für mich wie aus dem Lehrbuch, ich liebe es wenn ein Plan funktioniert. *hust*

Jetzt simma in Stodal, ja ich hab auch nicht wirklich eine Ahnung wo, aber es ist Norwegen.

Gehabt euch wohl

Reisedaten:
Start: 8:00 Uhr
Ende: 19:30 Uhr
Distanz: 430 km
Reisezeit: 08:05 Std
Regen: Nada nix

Tag 16 – Brønnøy

Labas vakaras, oder wie sagen die Litauer?

Heutiger Tag startete echt erfreulich. Sonne, wenig Wind und die Temperatur schien sich zu erholen. Aber wir sind schließlich in Norwegen. Zwei wirklich geniale Bilder habe ich auf unserer zweiten Fähre noch gemacht, aber dann zog es sich zu. Wir konnten schon von der Fähre sehen wie es immer dunkler wurde. Also überquerten wir mit Aussicht auf Regen den Polarkreis.

Wir sind beide optimistisch ohne Regenkombi in den Tag gestartet, aber alsbald haben wir uns nach und nach wieder eingepellt.

Es war vorher schon klar, heute wird Fährentag, ich hab mit 3 gerechnet. Am Ende wurden es 5 und etwas spät und nass und ach, doof halt.

Wir sind mittlerweile wieder um eine Erfahrung reicher, ein Bierchen für am Abend kriegst du sonntags in Norwegen nicht gekauft. Außer es wird dir ausgeschenkt oder halt im Restaurant.

Nach der letzten Fähre war das offensichtliche Ziel im Regen. Wir brauchen eine Unterkunft, klar war, auch wieder eine Hütte. Hier wo wir sind. Brønnøy? Haben die vermutlich eine Allergie gegen Kreditkarten. Somit die teuerste Hütte heute für 100 Euro. MIR WARS EGAL! Ich wollte duschen und es warm haben.

Highlight des Tages. Die Anfahrt zur Hütte. Wir hatten gestern schon Erfahrung mit nassem Gras gemacht, aber heute probierten wir es richtig aus. Erst leg ich Audrey auf die Seite, ganz gemächlich ist sie dahin gesunken, ja es war mehr ein gleiten als ein fallen. Ich schau voraus, Stephan hat mich überholt und wollte weiter hinten wenden. Flupps, weg war der Hintern. Wir schauen uns an und die Anspannung vom Tag fällt von uns ab und wir lachen erst einmal herzlich. Schnell Fotos vom Fiasko gemacht und dann Stephan geholfen. Audrey hab ich erstmal liegen lassen, scheint ihr ja augenscheinlich zu gefallen auf der linken Seite zu liegen. (Ja sie fällt immer links. Wirklich immer. Wenn links ne Wand wäre würde sie immer noch nach links fallen, ihr egal).

Unseren Hüttennachbarn kennengelernt. Litauer… haben uns erstmal über eine halbe Stunde wirklich sehr nett und interessant mit dem unterhalten. Ist hier auf Montage für Mobilfunkanlagen. Viel gelernt über Autoteilehandel in Litauen und auch Fragen über unsere Reise beantwortet. Alles in Englisch und doch sehr intensiv. Hat mir wirklich gut gefallen.

Nun sitz ich hier und fange an, die Reise für mich zusammen zufassen, es wird dauern aber nach unserer Rückkehr kommt mein ganz persönliches Resümee.

Bis morgen, beste Grüße von einem herrlich riechendem Max und Stephan

Reisedaten:
Start: 8:00 Uhr
Ende: 21:00 Uhr
Distanz: 350 km
Fahrzeit: 7:09 Std (5x Fähre)
Regen: GENUG

Tag 15 – Kjelling

Holdriho,

Der heutige Tag startete gemütlich um 9 Uhr, gut wir sind schon ne Ecke früher aufgestanden und haben das Pack- und Kaffeeritual wie gehabt durchgezogen. Ziel war die Fähre nach Bodø um 12 Uhr zu erwischen. Gesagt getan. Sprit war auch noch genug im Tank, also direkt zur Fähre. Dort angekommen haben wir nach ein bisschen rangieren auch einen Platz in der Schlange gefunden. Gut wir waren sehr zeitig da, um genau zu sein circa um 10:30 Uhr. Also standen wir da im Nieselregen und warteten darauf, dass die Fähre kommt und wir an Bord kommen.

Mopeds waren schnell verzurrt, dann ging’s für mich kurz aufs Oberdeck Foto machen, danach habe ich mir in der Passagierkabine einen Platz gesucht und für eine Stunde die Augen zu gemacht. Bei einer Fährfahrt von über 3,5 Std bleibt einem auch nicht viel anderes übrig.

In Bodø kamen wir bei echt miesem Nieselwetter um ca. 15:50 Uhr an. Haben noch die Möpis betankt, einkaufen und dann noch ein paar Kilometer abspulen, sind dann nicht mehr wirklich weit gekommen. Der Regen wurde mehr und die Temperatur sank auf 8°C. Nicht wirklich mein Wohlfühlwetter auf dem Motorrad. Somit beschloß ich nach knapp 50 km den ersten Campingplatz anzufahren. Dort wurden wir herzlich begrüßt… etwas war ich schon überrascht… aber es gab eine Verwechslung. Der Herr wartet eigentlich auf 6 Motorradfahrer die bereits angerufen haben. Nichtsdestotrotz haben wir eine Hütte bekommen, ich die Wiese davor noch verschönert. Ja Audrey ist nicht die schlankste und dazu war/ist die Wiese dank dem Regen eher ein Moor. Da hat sie ihre Spuren hinterlassen. Tüdelü grad schön wars.

Nun noch ein VPN Client aufs IPad geladen, virtuell nach Deutschland verbunden und ruckelig mit Standbildern das Deutschlandspiel geschaut. Spannend bis zur letzten Minute. Im wahrsten Sinne des Satzes. Gut ja, ich hatte einen Live-Ticker per WhatsApp der zuverlässiger war als der Live-Stream vom ARD, also etwas Spoiler.
DAS TOR, haben wir uns noch in Bild angeschaut und leck mich doch kreuzweise, was ne Banane der Kroos da rein gedrückt hat.

Beste und ein paar windig/naße Grüße von der West-Küste Norwegens.

Reisedaten:
Start: 9:15 Uhr
Ende: 17:00 Uhr
Distanz: 140 km
Reisezeit: 2:30 Std.
Regen: 60%

Tag 13 – Andenes & Tag 14 – Valberg

Huhu (besseres gibts heute nicht)

Heute wieder eine Zweitages-Ausgabe.

Tag 13 – Andenes

Der Tag war geprägt von Fähren und irgendwie weiß mein Körper nicht wirklich ob er seekrank wird oder nicht.

Wir haben Walsafari gemacht, inkl. Museumstour für mich. Ja. Es war interessant. Ja es ist toll, einen Pottwal aus knapp 20 Metern zu sehen. Kann man mal gemacht haben. Ich für meinen Teil, kann nun sagen, es interessiert mich nicht übermäßig.

Bin dann nach 4 Std und viel hin und her, ob mir wirklich schlecht wird auf dem Boot oder nicht, doch noch zur Suppe runter und hab das Brot (eigentlich ne Körnchen-Semmel) gegessen und dann husch vom Schiff. Man war ich froh.

Reisedaten:
Start: 7:00 Uhr
Ende: 13:30
Reisezeit: 3 Std. (+ Fähre)
Distanz: 148 km

Tag 14 – Valberg

Heute sind wir wieder einmal einigermaßen zeitig los gekommen. Die Nacht haben wir gut im Hostel der Whale-Watching-Agentur verbracht.
Unseren morgendlichen Kaffee gab es erst knapp 50 km später an einer Tankstelle. Dann waren wir beide auch wirklich wach. (Nein, wir konnten schon gut genug aus den Augen schauen um zu fahren, aber war halt nicht perfekt, Kaffee macht alles besser.) In dem Zuge wurden die Möpis auch gleich mit deren äquivalent von Kaffee versorgt. Frisch gestärkt ging es nun auch Lofoten Safari für uns vier.

Und ich muss schon sagen auf den Lofoten gibt es ein paar mehr Kurven als im restlichen Norwegen. Das macht da dann schon endlich wieder Spaß die Dicke um die Kurven zu bewegen. Punktum, hier macht es wieder Spaß mit dem Moped unterwegs zu sein, vorher wars Mittel zum Zweck, jetzt ist es Erlebnis pur.

Ansonsten wenig zu berichten, ausser zwei Vorfälle in die Audrey (meine GS) und ich verstrickt waren. Vorne weg! Audrey ist völlig schuldfrei. Alles meine oder höhere Gewalt.
Erster Vorfall ereignete sich noch auf dem Weg zur ersten Fähre. Ich sah eine Möwe. Nichts ungewöhnliches. Außer diese Möwe sitzt am rechten Straßenrand und meint ein paar Meter vor mir… „Kacke, ich will hier nicht sein“ Also startet besagte Möwe…. JA GENAU nicht nach Rechts… Nein nach Links und als sie vorbei ist denkt sie… „war doch ne blöde Idee, ich will doch nach Rechts.“ Kurzum der Möwe gehts gut, Audrey hat keine Spuren davon getragen, aber der Schock, fast ne doofe Möwe in der Luft erwischt zu haben, saß für einige Sekunden bei mir. Für euch noch zur Verdeutlichung… hätte die den rechten Arm gehoben und 10 cm nach vorn gestreckt hätte ich ein paar Federn erwischen können.

Zum zweiten Vorfall kam es auf der zweiten Fähre… wie passend… Wir dürfen mit 4 anderen Deutschen auf die Fähre fahren. Max stellt Audrey in die richte Position und… kennt ihr diesen Moment etwas essentielles vergessen zu haben? Ich war mir dessen dann bewusst als Audrey nicht wie gewohnt auf der linken Seite auf dem Ständer zu Ruhe kam… denn den hatte ICH vergessen… genau ab diesem Zeitpunkt fing ich bereits zu lachen an und hab der Geschichte freien Lauf gelassen. Audrey hat sich mit den Sturzbügel vorn und den Koffern hinten abgefangen. Ja gut sie hat jetzt ne kleine Delle an der Innenseite ihrer Koffer. Egal. Ihr fehlt nichts, mir erst recht nicht.

Haben heut wieder eine Hütte bezogen, denn wir bevorzugen eine gewisse Wärme. Ja vllt sind wir Mimosen. IST MEIN URLAUB und ich will heute warm.

Lasst mich noch erwähnen, die Landschaft mag zwar oft in Nebel und Nieselregen versinken aber wenn die Sonne rauskommt ist es für mich eine wahre Augenweide.

Heute hatten wir sogar ein richtiges Mittagessen. Für mich gab’s ein Zweigänge-Menu (muhahahah). Zuerst Shrimps mit Käse überbacken in Knoblauchbutter, dazu noch ein leckeres Baguette. Als Hauptspeise gab es Flunder mit Kartoffeln und dazu Gemüse auf Süßkartoffelpüree. (Jetzt weiß ich das die Kombination nichts für mich ist) Der Rest war vorzüglich.

Beste Grüße

Reisedaten:
Start: 8:30 Uhr
Ende: 19:30 Uhr
Reisezeit: 7 Std. (+ 2x Fähre)
Distanz: 450 km

Tag 12 – Tromsø

Petri Heil,

es ist heute der Tag der Tage. Ein paar werden es uns gewünscht haben (ihr *******), aber es ist der erste wirkliche Regentag. Wir waren heute nicht viel und auch nicht lange unterwegs. Es genügt aber.

Sitzen wieder in einer Hütte, haben unsere Klamotten großflächig verteilt und zum trocknen aufgehängt. Unser beider Stiefel sind fürn Popo, beide Paar undicht. Wirklich frustrierend, wird wohl nun eine zusätzliche Plastiktüten-Socke werden.

Somit kommen zu meiner Liste der Dinge, die einer Neuanschaffung benötigen, ein paar Stiefel hinzu, neben der Sitzbank-Thematik.

Außergewöhnlich war vielleicht nur die Überfahrt über den Pass mit dichtem Nebel mit Sichtweiten von knapp 30 bis 40 Metern. Kannte ich bisher nicht so krass und schon gar nicht mit dem Moped.

Morgen gehts dann nun vollständig auf die Lofoten. Heute hatten wir bereits unsere erste kleine Fähre von 45 Minuten. Morgen folgen zwei weitere. Mit etwas Glück und Timing sind wir morgen Nachmittag bereits auf Walsafari. Drückt die Daumen.

Sorry, wenn es heute kürzer wurde.
Hab schon gehört, ihr schwitzt in Deutschland. Wir frieren uns teilweise den Hintern ab.

Reisedaten:
Start: 9:30 Uhr
Ende: 17:30 Uhr
Distanz: 350 km
Reisezeit: 5:14 Std (Plus Fähre)
Regen: 70%

Tag 11 – Alta

Hei sammen,

Unser Tag beginnt im trüben Tana, wo er ja gestern regnerisch endete, leider bereits FATAL. Kein Kaffee und auch nicht die wahre Möglichkeit den Benzinkocher zu bemühen. Rauf aufs Moped und die nächste Kaffeestube (aka Tankstelle oder dergleichen) auf dem Weg suchen. Gesagt getan, die nächste Shell war unser, dort guten Cappuccino, ne belgische Waffel und zwei Cookies ergattert.

Nachdem das Wetter etwas unbeständig anmutete, haben wir beschlossen, direkt von Tana zum Nordkap zu fahren. Auf dem Weg dorthin veränderte sich die Landschaft immer wieder, vom grünen Fjord zu steinigen Klippen bis zu Bergen mit Schnee (na nicht mehr viel aber etwas).

Auf dem Weg zum Nordkap begegneten uns zwei Tiere. Ein Opferlamm und ein durch geknallter Köter. Das Opferlamm wäre mir gerne in die Karre gerannt, hat es sich auf dem letzten Meter anders überlegt, etwa genau so wie der verrückte Köter, nur dieses Mal bei Stephan. Also wir können alle Tierschützer und Hundeliebhaber beruhigen. Wir haben die Blutspuren bereits von unseren Mopeds entfernt.

Für uns waren die ersten 400 km zum Nordkap eine Offenbarung. Norwegen hat Kurven, wir können endlich unsere Reifen auch an den Flanken anfahren. Zwar karren die Norweger die Touristen Ü60 gern mit Bussen zum Nordkap diese waren aber nur immer kurze Hindernisse, einmal rechts gedreht und schwups weg sind se.

Am Nordkap die typische Fotosession vor der Nordkap-Kugel, natürlich gibts ein paar Spezialisten im Fotobombing und lassen einen nicht allein oben stehen. Ich könnte jetzt noch… ach lassen wir das ich hab Urlaub.

Etwas anstrengend sind für mich momentan die Wege zurück, da die Sehenswürdigkeiten am Ende von kilometerlangen Sackgassen liegen. Gut das wir kein Sightseeing machen sondern Moped fahren.

Darum war der Weg vom Nordkap nach Alta nicht wirklich aufregend oder der Rede wert.

Heute sind wir endlich mal in einer Hütte untergekommen. Ich lieg unten!!

Beste Grüße

Reisedaten Tag 11:
Start: 09:30 Uhr
Ende: 21:30 Uhr
Distanz: 640 km
Fahrzeit: 9:00 Std
Regen: 0% (leichter Niesel zwischen drin)

Tag 10 – Kirkenes bzw. Tana

Holldriho und Guten Abend,

Tag 10 ist beendet. Heute mal nicht im Zelt sondern im Zimmer und ich habe eine Jeans an. Ihr werdet nicht glauben was das für ein Gefühl ist nach mehr als einer Woche nur in der Motorradkombi, das ist nicht immer schön, ABER unkompliziert. Was zieh ich an? Keine Frage, dat is easy living.

Der Tag heute führte uns durch den Rest von Finnland. Die Landschaft wurde karger und somit für mich interessanter. Unser Ziel des Tages war Kirkenes in den Hafen und Fotos machen. Nachdem unsere Navis uns mit Zeitzonen und Zwischenzielen nach der aktuellen Uhrzeit geärgert haben, sind wir um kurz nach 16 Uhr dort auch angekommen. Nachdem Kirkenes nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt ist hab ich mir dort auch noch ein Foto organisiert. (Jaha, wenn ich wieder in der Heimat bin kümmere ich mich um eine Galerie. Klappte nur nicht mehr davor.)

So, es war nun vllt gerade einmal 17 Uhr. Keine Müdigkeit vorschützen! Weiter fahren. Nicht unsere beste Idee. Wettertechnisch geht es gerade etwas bergab… heisst kurzum, es hat zu regnen begonnen. Wir sind nun in Tana knapp 100 km von Kirkenes.

Hier war keine Hütte mehr frei und fürs Zelt war die Motivation nicht da, besonders das ganze wieder bei Nass einpacken, schreckt mich ab.

Überraschung, wir sind immer noch in Tana, haben ein Zwei-Bett-Zimmer (okay, es ist ein Bett + Schlafcouch.) Es ist warm, wir konnten duschen. Ich hab das erste mal Klamotten mit der Hand „gewaschen“ (erwartet keine Wunder, aber glaubt mir die Socken riechen wieder viel besser)

Sooo abschließend noch unsere Reisedaten.

Start: 09:15 Uhr
Ende: 19:30 Uhr
Distanz: 630 km
Fahrzeit: 8:30 Std
Regen: 10% (**** dich, scheiß Wetter)

Tag 8 – Posio & Tag 9 – Kittilä

Ave Centurio,

Tag 8 – Posio

Der Samstag… ja wie soll man sagen. Nach gefühlt 10 Bier, angeblich waren es wesentlich weniger, kann ich mir aber nicht mal ansatzweise vorstellen, war der Start in den Tag nicht der einfachste, zumal die Aussicht das bequeme Bett zurücklassen zu müssen einen etwas traurig stimmte.

Kurzum haben wir es dann, nach einem Frühstück, doch geschafft in Bewegung zu kommen. Der erste Blick aufs Navi brachte dann schon die Ernüchterung… über 650 km. Uff das wird ein harter Tag.

Also schrubben und schrubben wir. Nach einigen hundert Kilometern ändert sich die Landschaft. Es wird allmählich zu dem Finnland wie wir alle es aus dem Fernsehen oder sonst woher kennen. Viele Seen, gerade Straßen und noch mehr Wald. Überraschend ist, es sind durch und durch junge Wälder. Das wurde mir auch noch von Alois erklärt, es wird immer eine Fläche gerodet und in deren Mitte bleibt ein kleiner Teil stehen. Natürlich nur die Bäume welche gewünscht sind. Da durch geschieht über die Jahre eine natürliche und dazu auch zügige Neubepflanzung.

Unser Ziel des Tages Kuusamo. Das ist auch erreicht, Foto gemacht mit Ortsschild und dann die Ernüchterung… Route des nächsten Tages etwas doof geplant… wir müssen zurück fahren. (Zur Erklärung… wir fahren die Tagesroute. Punkt. Dann nehmen wir uns die vom Tag darauf und suchen an dieser nach einem Campingplatz)

Alles in allem ging es dann doch nach einem Fehlschlag recht schnell und wir hatten unseren Platz für den Abend gefunden.

Abschließend wollte ich hier eigentlich beginnen eine Liste von Tiersichtungen mit zu führen, ähnlich unserer Reisedaten… Aber lassen wir das. Kurz um es waren 8,5 Rentiere und eine Maus (quer über die Fahrbahn mit leichtem Wahnsinn, aber eine Maus). Jetzt fragen sie sich alle… wo kommt das halbe Rentier her… naja, Stephan hat’s im Wald gesehen, ich nicht. Ende. Drei der 8 standen auch gemütlich auf der Straße und waren wenig bereit diese für uns zu räumen, aber mit Nachdruck und lautem Motor haben sie sich es dann noch anders überlegt.

Reisedaten Tag 8:
Start: 09:30 Uhr
Ende: 21:30 Uhr
Distanz: 663 km
Fahrzeit: 9:00 Std

Tag 9 – Kittilä

Ja, dieser Tag hat etwas später begonnen. Um genau zu sein um halb 10. Sagen wir mal es ist Sonntag und da kann man ruhig mal ausschlafen. Gut es waren auch ein paar Bier am Vorabend und er war lang.

Heutiges Ziel Polarkreis und danach kurzer Abstecher für den Aufkleber nach Schweden, Ende in Kittilä.

Der Tag an sich unspektakulär. Das Weihnachtsmann-Dorf eine Touristenattraktion, mehr nicht viel Kitsch und Kram. Gab ein paar schöne Fotos, dazu einen leckeren Burger, für mich natürlich „Customized“, wusa! Aber auch das kein Problem. Die Touris werden dort in Busladungen abgeladen und dürfen dann egal wie alt auch mal auf Santa’s Schoss sitzen.

Noch kurzes Shopping für den persönlichen Bedarf. Ja genau BIER! Dann irgendwo noch eine volle Liquidflasche mit 100 ml Bakers Touch stehen gelassen. SUPER genial.

Und zu guter Letzt. Was in Finnland passiert, bleibt in Finnland. (Das gehört aber eigentlich mehr zu Tag 8) *YouKnowWhatIMean?*

Jetzt noch Bierchen leeren, Zelt aufbauen und morgen hoffentlich etwas zeitiger los.

Auch heute wieder einige Rentiere gesichtet, aber bis Dato keinen Elch oder Weißwedelhirsch.

Reisedaten Tag 9:
Start: 11:15 Uhr
Ende: 20:00 Uhr
Distanz: 465 km
Fahrzeit: 6:12 Std

Tag 7 – Kaitsor

Hallo und Servus,

So nach dem gestrigen Gespräch mit Stefan, unserem Gastgeber, haben wir beschlossen uns konsequent an die Geschwindigkeitsbeschränkung zu halten und haben uns nun mittlerweile daran gewöhnt, dass es im Gesamten etwas gemütlicher und langsam voran geht. Stefan meinte, dass die Strafen gerne am Bruttogehalt festgelegt werden und auch im unteren Bereich bereits drakonische Auswüchse annehmen. Dennoch sind wir der Meinung das würde dem deutschen Verkehr ganz gut tun und die Bestrafung gerechter machen.

Die erste Woche ist geschafft! Die Harmonie zwischen uns beiden steigt nachdem sie davor mehrfach am Boden war und vielleicht sogar gekippt wäre wenn wir nicht doch noch die Kurve bekommen hätten.

Das Landschaftsbild beherrschen viele Birken und im allgemeinen Wälder. Die Straßen schneiden am Ende nur Schneisen in die Wälder, pfeilgerade und mit wenigen Kurven zahlt sich der Tempomat voll und ganz aus. Abseits der Hauptwege entdeckten wir dann doch noch ein paar Kurven, das wird dem eckigen Abfahren der Reifen aber nicht entgegen wirken.

Wildsichtung bisher keine. Keine Elche, keine Rentiere und auch keine Weißwedelhirsche!

Angekommen sind wir heute bei einem Münchner Ehepaar, welches seinen Sommer in Finnland in seinem Häuschen verbringt. Nett und vollkommen offen empfangen worden gab es ein Bierchen (und einige mehr…). Max nahm die Chance beim Schopfe und hat vom Hausherren eine kurze Tour mit dem Auto unternommen inkl. Bier an der Ostsee und vielen Infos über diesen doch besonderen Landstrich.
Danach ab in die Sauna für zwei Durchgänge, für mich eine neue Erfahrung, aber eine wahrlich schöne… (PAPA?! SAUNA? *liebschau*)

Die Gastfreundschaft mundet in einem herrlichen Abendessen mit fangfrischem Fisch von heute und Kartoffeln plus Gemüse. Ich bin im siebten Himmel…

Mit dem siebten Himmel verlasse ich euch und proste euch mit einem „Nobelaner“ zu.

*prost*

Reisedaten des heutigen Tages:
Start: 10:00 Uhr
Ende: 18:30 Uhr
Distanz: 500 km
Fahrzeit: 7:00 Std

Tag 5 – Kaisma & Tag 6 – Valkeakoski

Tag 5 – Kaisma

Zu diesem Tag ist nicht viel zu erzählen. Ich hatte ne scheiss Laune und die zog sich bis in die Abendstunden.
Wir haben uns auf der Fahrt kurz Klaipeda angeschaut und haben dann wirklich Kilometer auf Kilometer abgespult.

Die heutige Suche nach einem zusagendem Campingplatz gestaltete sich dann doch etwas schwieriger. Unser Routenende lag leider hinter den meisten Plätzen an der Ostsee, somit sind wir die Route von Tag 6 angegangen und haben am Verlauf nach einem Plätzchen gesucht. Nach etwa 2 Stunden vergeblicher Suche fanden wir nach dem vierten Fehlversuch wieder einen herrlichen Endpunkt für unseren Tag.

Schwer zu finden… Navi kennt ihn nicht und auch Google war ratlos. Dorthin geschickt haben uns zwei Jugendliche aus einem Bushäuschen, aber auch erst als Stephan nachgefragt hatte und die zwei erst ratlos waren, hatten sie nach ca. 10 Minuten Trauerspiel mit uns beiden vor ihren Augen genug. Zeigten uns den Campingplatz auf dem Handy. Top, mit den Infos haben wir dann das Navi gefüttert und siehe da an der Straße sogar ein Schild mit der Info „Campingplatz“ mit der Richtung in einen Schotterweg. Nach ca. 5 km über diesen rollenden Schotter mit leichter Wut im Bauch kamen wir an. (War ja nicht so als hätten wir das vorher schon drei mal gemacht)

Der Standort genial. Direkt am See eine zwei Fußballfelder große Wiese, nur es war keiner da. An der Ufer abgewandten Seite stand ein Haus… Stephan mal direkt vor die Tür gefahren und siehe da… dort regt sich etwas. Eine Dame kommt heraus, Kind an der Hand und meint „Ja das ist ein Campingplatz, ihr könnt euch aussuchen wo ihr hinwollt. Kostet auch nix“ (Natürlich in Englisch)

Zack… Zelt aufgestellt. Kocher angeworfen. Nudeln in den Wanst geschaufelt und ab in die Koje.

ENDE

Tag 6 – Valkeakoski

Heute war uns schon bewusst wir haben nicht weit, dennoch haben wir einen Termin 12 Uhr fährt die Fähre in Tallinn. 8:30 Uhr sind wir los und waren bereits um kurz nach 10 Uhr in Tallinn angekommen.

Jetzt begann das Martyrium. Stephan in das Passagierterminal rein, gemeinsam mit einem Böblinger GS Fahrer. Der wieder raus als dieser von der Dame hinterm Tresen eine Info bekommen hat. Rüber zum anderen Gebäude… Nix… weiter übern Parkplatz… Nix. Wieder rein ins Terminal. Dann wieder raus „Max, bitte deinen Ausweis“. Wieder rein. Nach 10 Minuten raus. Keine Tickets… aber nen Lageplan.

Ende vom Lied: Um 11:20 Uhr fahren wir einfach Richtung Fähre und kurz vor den Schranken 10 Zollhäuschen und Tada… dort kriegen wir für lächerliche 27 Euro pro Nase inkl. Moped Tickets für die Übersetzung.

Kurz nach 11:30 Uhr ging’s dann das erste Mal für mich auf eine Riesenfähre. Ab aufs Parkdeck und dort fix mit einem Spanngurt drüber die Maschine fixiert. Ende.

Rauf aufs Sonnendeck und Sonnenbrand eingefangen.

Danach ging’s zu nem Bekannten von Stephan. Wurden herzlich empfangen. Samt zweier Wolfshunde. Ja die sind riesig, aber total lieb. Leider passen die erst recht nicht aufs Moped. Der Abend endete nun mit einer Vorführung einer selbstgebauten Drohne. (Nun bin ich leicht angefixt)

Belassen wir es heute dabei.

Beste Grüße

Reisedaten Tag 5:
Start: 9:00 Uhr
Ende: 20:30 Uhr
Distanz: 620 km
Fahrzeit: 9:40 Std

Reisedaten Tag 6:
Start: 8:30 Uhr
Ende: 17:30 Uhr
Distanz: 250 km
Fahrzeit: 4:30 Std + 2:30 Std (Fähre)


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