Tag 2 – Bredenfelde

So die Herrschaften,

Tag 2 ist rum. Ereignisreich gestartet und entspannt zu Ende gebracht.

Der Tag begann mit einem lauten „Scheisse“, hektisch umgedreht und da ist es schon geschehen. Beim Abbocken vom Hauptständer ist Stephan die Maschine über Steuerbord gekentert und auf der Ural eines anderen Gastes gelandet. Glück im Unglück, die BMW hat’s mit einem abgebrochenen Spiegel überlebt.

Also war der Start schon mal ziemlich mies. Ein Telefonat mit dem BMW Service später, waren wir bzw. Stephan auch nicht schlauer, kein Servicepartner am Sonntag offen.(Was ne Sauerei) Also erst einmal nur mit insgesamt 3 Spiegeln los.

Route wurde heute führend von mir befahren und Stephan heftet sich an meinen Hinterreifen. Bis Görlitz keine großen Ereignisse dort aber dann ein Strohhalm. GS – Endurobikes Facebook-Gruppe. Stephan hackt ins Handy und fragt ob jemand noch einen rechten Spiegel rumkugeln hat. Mit einer schnellen Reaktion haben wir eh nicht gerechnet und erstmal wieder auf die Mopeds und los.

Stunde später wieder ein Päuschen an der Tanke, mittlerweile halten wir nach jedem Wasserbüffel (GS LC) Ausschau…. der Plan… jemand Wildfremden anquatschen und ihm den Spiegel abkaufen.

Der Plan war wirklich gut! Nur nirgends ein Büffel zu sehen. Dann aber die rettende Nachricht über Facebook von René Winkler, er hätte einen Spiegel für Stephan. Passend! René wohnt „quasi“ auf dem Weg.

Also erstmal die normale Route bis Forst/Lausitz. Dort einen Kaffee bei Daniel Treiber, inklusive Mops-Welpen (9 Wochen <3) streicheln und auf meinem Bauch schlafen lassen. Hätte eigentlich gut in meinen Tankrucksack gepasst, aber Daniels Kinder waren irgendwie dagegen. 🙁

Ab hier nun auf nach Cottbus zum rettenden Spiegel.

Herzlichst wurden wir von René und seinem Kumpel, beide GS Fahrer, in Empfang genommen. Kaum da, hieß es: „Fahrt die Mopeds gleich hinter in den Garten, da brauchen wir dann nicht so weit wegen Werkzeug rennen“. Gesagt getan.

Für mich ein kleines Paradies, verbleiben wir bei der Andeutung. 😉

Spiegel von einer BMW GS Rallye abmontiert, peng, bei Stephan dran. Kas bißen. Ich hab sogar noch einen Torx für meinen Schalthebel bekommen und konnte hier nachjustieren. (Ja, Werkzeug hätten wir dabei, aber Gelegenheit schafft… na ihr wisst schon)

Jetzt aber los. Hurtig Hurtig. Es ist bereits Mittag und so wirklich Strecke haben wir beim Kaffee und Apfelschorle saufen nicht gemacht.

Bis ca. 15 Uhr liefen die Reifen auch ordentlich über den Teer, angepeiltes Ziel: Hebewerk Eberswalde. Mittlerweile fixieren wir mit einem Auge den Horizont, große dunkle Wolken brauen sich zusammen. In Wriezen haben wir dann gekniffen und beschloßen heute nicht pudelnaß zu werden. Ab zur Tanke und dort für gut über eine Stunde untergestellt. Das Gröbste haben wir passieren lassen und haben um 16:30 unseren Weg nach Eberswalde fortgesetzt.

Kurz vor unserem Zwischenziel, das Hebewerk, Baustelle!

Anwohner meinen… Nein mit euren großen Maschinen kommt ihr da nicht durch, keine Chance. Also wenden, etwas ratlos drücken wir beide ins Navi.

Max drückt „Umleitung“… Das sieht doch gut aus, umfahren wir den Berg hier.

Viele interessante Geschichten beginnen mit „Ich kenn da eine Abkürzung“, in unserem Fall ersetzen wir es mit Umleitung!

Erst ein paar hundert Meter auf Kopfsteinpflaster durch die Gassen des Örtchens, klar kein Thema. Etwas bergauf, auch okay. Ab in den Wald… ähm… ja okay. Keine Ende des Walds in Sicht… ufff, ja das Navi hat gesagt…

Riesige Pfützen mitten im Wald in den Fahrrinnen der Kopfsteinpflasterstraße? Urgs!

Etwas später… (sagen wir mal 7 Kilometer und ca. 30 Minuten, mittlerweile wieder Teer unter den Rädern) Geil wars. Wasserdurchfahrten bis zu den Fußrasten, Hinterrad wackeln lassen, grad schön wars.

Ja die Knie waren danach weich. Aber meinetwegen sofort wieder, gern ohne das ganze Gepäck, aber ganz ehrlich… Wurscht. 😉

Ende vom Lied. Mit mächtig viel Umweg sind wir zum Hebewerk gekommen und danach in 3 Stunden die restlichen Kilometer gerattert. Inkl. Stau, weil ein Wohnmobilanhänger (oder so) von der Landstraße geschlittert ist.

So mittlerweile ist’s halb 12 ich bin hundsmüde… Zeit für die Falle.

Ereignisreicher Tag, viel Text… VIELE Fehler darin. Hoffe, es ist nicht zu grausam, ihn zu lesen.

Beste Grüße Max

Daten der heutigen Etappe (sollen jetzt immer dabei stehen)
Start: 08:30 Uhr
Ende: 20:30 Uhr
Distanz: 540 km
Fahrzeit: 08:40 Std
Regen: 10% (aber nur zum anschauen)

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